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Coming Out
Kissing Adler
© Archiv

Zum Thema
Jugendliche wissen heute sehr viel mehr und früher über Sexualität Bescheid. Es gibt kein Thema, worauf sie neugieriger sind, fast nichts, was sie mehr anginge. In dieser besonderen Lebensphase, in der man seine Identität findet, bei sich und anderen, ist und bleibt die Wahrnehmung und der Umgang mit der Sexualität ein Schwerpunkt.

Auf diesem Weg der Selbstfindung spielt das Durchleben von Ängsten und Gefühlen genauso eine Rolle wie die Frage nach Akzeptanz. Dabei trifft man häufig auf Vorurteile, die mitunter zu Ausgrenzungen führen. Toleranz ist hier ein Thema, welches für unsere Gesellschaft und ihre positive Weiterentwicklung von enormer Bedeutung ist. Toleranz spielt auch im Umgang mit der Homosexualität eine wichtige Rolle.

Das Wort “schwul” wird vor allem unter Jugendlichen noch immer abwertend und häufig als unreflektiert gebrauchtes Schimpfwort zur Demütigung, Beleidigung und Provokation benutzt. Und dies, obwohl in unserer Gesellschaft Homosexualität verstärkt öffentlich diskutiert und viel offener wahrgenommen wird.

Das sagt die Presse zu Coming Out
“Es ist ein ungewöhnliches und mutiges Projekt... “Coming Out!” nennt sich das Stück der Autorin und Regisseurin Jutta Schubert. Horst Emrich spielt darin einen homosexuellen Lehrer, der seinen Schülern von seinem Coming out erzählt. Das Stück wird nicht im Theater aufgeführt, sondern direkt im Klassenzimmer... Und das Gespräch im Anschluß zeigte, dass Homosexualität für die Jugendlichen nicht selbstverständlich ist... “Ich fand das sehr gut”, sagt ein Junge hinterher, “er hat offen über seine Gefühle gesprochen...” Die Sozialpädagogin der Schule sieht es ähnlich: Gut, sagt sie, dass da jemand vor der Klasse steht, ein richtiger Mensch und nicht nur jemand aus dem Fernsehen...” (Stuttgarter Zeitung)

Ein leises, poetisches Stück von Jutta Schubert um erste sinnliche Erfahrungen, um Verletzlichkeit, Verwirrung, Angst und Anderssein... Horst Emrich ist ein lebhafter, nachdenklicher Erzähler, der Klassenzimmer und Lehrertisch als Bühne benutzt, als täte er das jeden Tag... Herzlicher Beifall der Fünfzehnjährigen für einen sympathischen Schauspieler.” (Stuttgarter Nachrichten)

Alex vom SeiDu-Team berichtet
"Das Coming Out der Jugendlichen beginnt teilweise schon sehr früh. Wir kriegen immer mehr mit, dass sich Leute schon mit 13 und 14 outen, was teilweise leichter ist als mit 18. Die Eltern sind meist gar nicht vorbereitet.
Trotzdem ist es bei weitem keine Pflicht für Jugenlichen sich zu outen. Ein Coming Out wird oft mißverstanden als ein Outing vor allen Menschen, die man kennt. Viele stürzen sich nach dem ersten Versuch blind in ein Massenouting und wundern sich, warum sie soviele nicht mehr leiden können."

Zum Schluß noch der Hinweis auf die sympathische Homepage von www.seidu.de und darauszwei Links:
 Nachdem du dich gut auf dein tatsächliches Coming Out vorbereitet hast und entschlossen bist, die Sache jetzt durchzuziehen, werden die Fragen, die man sich stellt konkreter: Bei wem soll ich mich überhaupt outen? Was sollte ich bedenken? Was könnte passieren? Hier gibt es ein paar Antworten auf diese Fragen.
www.seidu.de/schneckenhaus/tipps/content-25.html

Du bist dir mittlerweile sicher, dass du schwul/lesbisch bist, hast dich vielleicht schon mit Gleichgesinnten getroffen oder sogar schon eine Beziehung; dann kommt irgendwann der Punkt, an dem du dich fragst, ob es nicht langsam Zeit wird, dein „Geheimnis“ zu lüften. Sich zu outen ist mit Sicherheit leichter gesagt als getan und der Schritt sollte auch gut überlegt und vorbereitet sein. www.seidu.de/schneckenhaus/tipps/content-24.html

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